Häufig gefragt: Erkältetes Baby mit Fieber baden?

Euer geliebter Badetag steht an und euer erkältetes Baby hat Fieber. Was nun? Darf man ein Baby mit Erkältung und Fieber überhaupt baden?

Zur Beantwortung der Frage, ist es wichtig zu wissen, was es mit einer Erkältung bei einem Baby auf sich hat und ab welcher Temperatur ein Baby Fieber hat. Je nachdem wie stark die Erkältung ist, können sich Eltern dann in Absprache mit dem Kinderarzt entscheiden, ob das Baby baden darf. Grundsätzlich gilt: Bei allen Unsicherheiten bezüglich der Gesundheit des Babys sollte immer der Kinderarzt konsultiert werden. Lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig angerufen.

Warum erkälten sich Babys?

Ab dem 3. Lebensmonat fangen Babys an, sich Erkältungen zuzuziehen. Dies überrascht nicht, denn ab diesem Zeitpunkt lässt der Nestschutz nach. Meist treten Erkältungen nur im Herbst, Winter und Frühjahr auf. Im Sommer bleiben Kinder meist von Schnupfnase und Husten verschont.

Auch wenn der Name „Erkältung“ vermuten lässt, dass diese durch eine Unterkühlung entsteht, stimmt dies nicht. Stattdessen handelt es sich um einen Virus. Daher wird diese bei Baby meist über Spielzeuge oder den Kontakt mit Eltern oder Geschwistern übertragen.

Lasse dich nicht beunruhigen, auch wenn immer wieder ein Schnupfen auftritt. Das Immunsystem deines Babys ist noch nicht ausgebildet und so können viele Erkältungswellen dein Kind erwischen. Auch eine Ansteckung innerhalb der Familie ist nicht untypisch. Also versuche das Ansteckungsrisiko zu minimieren.

– mami-first.de Redaktion

Auch wenn niemand gerne krank ist und noch weniger gerne ein krankes Kind zuhause hat, denke immer daran: Jede Erkältung trainiert das Immunsystem. Nur so lernt der Körper deines Kindes, zukünftigen Erkrankungen abzuwehren.

Was sind Erkältungsanzeichen beim Baby?

Wie auch bei uns Erwachsenen startet die Erkältung bei einem Baby meist ganz harmlos mit einem Jucken in der Nase und einem Kratzen im Hals. Wir Erwachsenen kennen diese Symptome und können oft direkt intervenieren.

Da dein Baby aber noch nicht sprechen kann, wirst du von diesen anfänglichen Symptomen kaum etwas mitbekommen, dein Baby ist höchstens etwas quengeliger als normal. Wenn auf Grund der Halsschmerzen Schluckbeschwerden dazu kommen, wird es beim Füttern unruhig und schreit vielleicht sogar. Wenn die Krankheit dann weiter voranschreitet, kommen die üblichen Erkältungserscheinungen, wie Kopf- und Gliederschmerzen, dazu.

Die Erkältungsanzeichen beim Baby zusammen gefasst:

  • Quengeliger als gewöhnlich
  • Appetitlosigkeit (wegen Schluckbeschwerden)
  • Niesen
  • Verstopfte Nase
  • Husten

Ab wann hat ein Baby Fieber?

Babys haben häufig eine etwas höhere Körpertemperatur als Erwachsene und reagieren auf Infekte sehr empfindlich mit einer Erhöhung der Temperatur. Von Fieber spricht man ab einer Temperatur von 38,5* C. Häufig wird Fieber begleitet von Müdigkeit und Appetitlosigkeit oder auch Schüttelfrost und Schwitzen. Durch letzteres kann dein Kind einen hohen Flüssigkeitsverlust erleiden, also achte unbedingt darauf, dass dein Kind genug trinkt.

Wie kann ich Schnupfen beim Baby vermeiden?

Schnupfen bei einem Baby ist lästig, sowohl für das Kind selbst als auch für die Eltern. Mit ein paar Tricks könnt ihr einer Erkältung vorbeugen.

Das Wichtigste ist: vermeide Ansteckungen. Dies geschieht am besten durch gründliches und regelmäßiges Händewaschen. Daneben solltest du zum Naseputzen ein Taschentuch immer nur einmal benutzen, daher ist die Nutzung von Papiertaschentüchern bei einer schnoddrigen Nase sinnvoll.

– mami-first.de Redaktion

Daneben beugt alles einer Erkältung vor, was das Immunsystem deines Babys stärkt. Dazu gehört vor allem viel frische Luft und eine gesunde Ernährung. Achte auf vitamin- und mineralstoffreiche Mahlzeiten und biete deinem Baby möglichst oft Obst an. So rüstest du das Immunsystem deines Babys bestmöglich gegen eine Erkältung.

Darf ich mein erkältetes Baby baden, wenn es Fieber hat?

Wenn ein Baby an einer Erkältung oder an einem grippalen Infekt leidet, muss das abendliche Baden deswegen nicht unbedingt ausfallen. Mit bestimmten Zusätzen kann es sogar sehr wohltuend wirken. Wichtig ist allerdings, dass du vorher den Kinderarzt um Rat fragst.

Achte darauf, dass die Wassertemperatur nicht zu warm ist und am besten zwischen 35* C und 38* C liegt. Die Dauer des Bades sollte niemals länger als 20 min sein und bestenfalls nur 10 min. betragen. Auch sollte es nicht kalt oder zugig im Badezimmer sein.

– mami-first.de Redaktion

Wichtig: Sobald Fieber beim Baby auftritt (Temperatur über 38,5* C), sollte es laut der Empfehlung der meisten Kinderärzte nicht mehr gebadet werden!

Wann sollte ich einen Arzt aufsuchen?

Eine Erkältung ist für ein Baby nicht gefährlich, nur lästig. Wenn jedoch noch Fieber dazu kommt, solltest du sicherheitshalber mit deinem Baby zum Kinderarzt. Er wird dir sinnvolle Tipps geben, damit es euch schnell besser geht. Außerdem überprüft der Kinderarzt, ob es sich nur um einen Schnupfen bzw. grippalen Infekt handelt oder ob eine stärkere Kinderkrankheit vorliegt, die medikamentös behandelt werden muss.

Außerdem sollte man eine Erkältung nicht verschleppen, denn sonst kann sich der Virus ausdehnen und mit Pech entwickelt sich aus der einfachen Erkältung eine Mandelentzündung, Mittelohrentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung, Rachenentzündung oder es schlägt auf die Bronchien deines Babys.

Bei den folgenden Symptomen sollest du mit deinem Baby sogar unbedingt zum Kinderarzt:

  • Die Symptome verschwinden auch nach 2 Wochen nicht
  • Der Schleim ist gelblich
  • Dein Baby schreit sehr viel (vor Schmerzen)
  • Hohes Fieber (ab 39* C) oder gar Fieberkrämpfe
  • Der Schleim beinhaltet Blut
  • Dein Baby wird bewusstlos

Baby weint und schreit beim Baden – Richtiger Umgang und Tipps

Eigentlich soll das Baden deines Babys eine entspannte Situation zum gemeinsamen genießen sein. Doch stattdessen weint und schreit dein Baby beim Kontakt mit dem Wasser wie am Spieß? Hier haben wir Erklärungen und die 10 besten Tipps für dich:

Gründe für Angst vor Wasser beim Baby

Von Natur aus haben Babys keine Angst im Wasser, häufig wird sogar davon ausgegangen, dass sich Babys darin besonders wohl fühlen – wegen der Erinnerung an das Leben im Mutterleib.

Viele Mütter sind trotzdem damit konfrontiert, dass ihr Baby beim Baden schreit und weint. Wahrscheinlich ist, dass dein Baby durch eine unangenehme Situation wasserscheu geworden ist. Eine solche auslösende Situation kann sehr verschieden sein; für manche Babys ist es der Moment, wo der Kopf versehentlich untergetaucht ist oder Seife ins Auge gelangt ist, für ein anderes Baby war die Temperatur unangenehm und wieder ein anderes Baby merkt die Unruhe seiner Mutter.

Angst vor Wasser kann bei Babys also viele verschiedene Gründe haben. Da dein Baby aber außer mit Schreien noch nicht kommunizieren kann, bleibt dir nur übrig, die verschiedenen Möglichkeiten auszuprobieren. Im Folgenden geben wir dir die 10 wirksamsten Tipps.

Die 10 besten Tipps, wenn dein Baby weint und schreit beim Baden:

1. Gebe deinem Babys Sicherheit

Wenn dein Baby bereits vor dem Bad merkt, dass du unruhig wirst, wird sich die Stimmung übertragen. Gerade wenn dein Baby bereits ängstlich ist, braucht es von dir ganz viel Sicherheit. So kann es sich wieder entspannen und sich vorsichtig mit dir an die neue Situation herantasten.

2. Bereite das Bad vor und sorge für eine entspannte Atmosphäre

Wenn du bereits vor dem Bad für eine angenehme Temperatur sorgst und dir alles Wichtige, wie Waschlappen und Handtuch, bereit legst, bist du beim Bad entspannter und kannst dich ausschließlich auf dein Baby konzentrieren. Dieses Gefühl wird sich automatisch auf dein Baby übertragen.

Sorge dafür, dass auch beim Bad die ruhige Stimmung bestehen bleibt – Ablenkungen von Türklingeln oder Handys könnt ihr beim Baden nicht gebrauchen. Zelebriert das Bad als etwas Besonderes und behandelt es nicht, wie eine alltägliche Aufgabe, die abgearbeitet werden muss.

3. Überprüfe die Wassertemperatur

Manche Babys sind sehr empfindlich bei der Wassertemperatur. Eine zu heiße Badetemperatur empfindet dein Baby schnell als unangenehm, eine zu kühle Temperatur lässt es schnell frieren. Am besten ist eine Temperatur zwischen 35 und 37 Grad Celsius.

4. Wähle eine niedrige Wasserhöhe

Unter einem perfekten Bad stellen wir uns Erwachsene vor, dass der Körper möglichst viel mit Wasser bedeckt ist. Bei Babys ist dies anders. Meist reichen wenige Zentimeter aus, um dein Baby zu waschen. Der Vorteil für dein Baby ist, dass es nicht im Wasser schwebt, sondern Kontakt mit dem Wannenboden hat. Dieser Kontakt vermittelt vielen Babys ein Gefühl der Sicherheit.

5. Wähle eine Alternative zur Babybadewanne

Der Kontakt zur Begrenzung, der schon bei dem niedrigen Wasserstand in der Wanne eine Rolle spielt, wird noch einmal durch das Baden in einem Badeeimer verstärkt. Hier ist dein Baby ähnlich beengt wie im Mutterleib. Dadurch nimmt es eine entsprechende Haltung ein, die ihm größte Vertrautheit gibt. Auch kann der Kopf in einem Badeeimer nicht untertauchen.

6. Griff überprüfen oder andere Badeposition wählen

Als Mutter hast du vielleicht Angst, dass dir dein Baby aus der Hand rutscht und hältst es dadurch womöglich sehr feste. Allerdings ist der Körper von deinem Baby noch sehr zart und empfindlich. Also überprüfe deinen Griff. Ist dieser korrekt (linker Arm unter dem Rücken deines Babys und mit der Hand die Schulter umfassen), kannst du dich entspannen – dein Baby wird dir so nicht entgleiten und du kannst lockerer lassen.

Es kann aber auch sein, dass dein Baby einfach die klassischen Badeposition nicht mag – einige Babys mögen es nicht, mit dem Rücken zuerst ins Wasser gelassen zu werden, da sie so nicht sehen bzw. nachvollziehen können, was passiert. Eine Alternative ist es, dein Baby zunächst die Füße ins Wasser strecken zu lassen und dann langsam weiter ins Wasser zu wiegen. So kann das neue Element von deinem Baby langsam erkundet werden.

7. Ablenkung durch Spielzeug anbieten

Eine weitere Möglichkeit, wieso dein Baby beim Baden weint und schreit, ist, dass es sich langweilt. Probiere also, die Stimmung mit einem einfachen Wasserspielzeug zu steigern. Insbesondere kleinen Kindern reicht oft schon ein Waschlappen, an dem sie Saugen können oder das Badethermometer zum Spielen. So kannst du ganz leicht herausfinden, ob dein Baby lediglich aus Langeweile weint.

8. Etabliere feste Rituale

Babys und Kleinkinder sind Fans von festen Abläufen. Und das nicht ohne Grund: Wenn eine Situation immer gleich abläuft, kennt man den nächsten Schritt und dies kann unglaubliche Sicherheit spenden. Tue deinem Baby also den Gefallen, das Baderitual immer gleich zu gestalten. So kann es sich orientieren und es wird beim Baden weniger weinen und schreien.

9. Genießt das Bad gemeinsam

Das gemeinsame Baden kann gleich mehrere positive Effekte auf dein Baby haben. Zum einen lebst du ihm direkt vor, dass man keine Angst vor Wasser haben muss und zum anderen kann der Körperkontakt deinem Baby Sicherheit geben. Hinzu kommt, dass sich dein Baby mit dir gemeinsam weniger langweilt – so wird Spielzeug zumindest in den ersten Monaten überflüssig.

10. Zwinge dein Baby zu nichts

Wenn alles nichts hilft, dann lass es mit dem Baden für eine Weile. Deinem Baby genügt es, mit dem Waschlappen abgewaschen zu werden und du kannst dich entspannen. Babys Phasen variieren häufig und schnell – probiere es mit dem Bad einfach in ein paar Wochen nochmal.

Baby richtig wiegen

Ihr seid mit eurem Sprössling zu Hause – eigentlich die Zeit zum Genießen. Stattdessen machen sich viele junge Eltern Gedanken: Isst mein Baby genug? Nimmt es ausreichend zu? Meist gibt es kein Grund, sich Sorgen zu machen: Babys holen sich meist das, was sie brauchen. Trotzdem sollte man das Körpergewicht im Auge behalten. Hier erklären wir dir, was du beachten musst.

Erst abnehmen, dann zunehmen

Nach der Geburt nimmt dein Baby zunächst ab – sogar bis zu 10% seines Geburtsgewichts. Ca. ab dem 9. Tag steigt das Gewicht wieder an, nach ca. 2 Wochen hat dein Baby sein Geburtsgewicht wieder erlangt. Von da an geht es stetig bergauf. Von nun an nimmt dein Baby ca. 200 g pro Woche zu (ca. 30 g am Tag), so dass es nach 4 bis 5 Monaten sein Geburtsgewicht verdoppelt hat, mit 14 Monaten sogar verdreifacht.

Bekommt mein Baby genug Milch?

Auch ohne dein Baby zu wiegen, kannst du kontrollieren, ob das Kind gut versorgt ist. Wenn dein Baby regelmäßig trinkt, lebhaft wirkt und 6-8 nasse Windeln sowie 2 Windeln mit Stuhl am Tag hat, besteht im Normallfall kein Grund zur Sorge. Die individuelle Gewichtszunahme bei einem gesunden Zustand kann von Baby zu Baby natürlich variieren.

Wie oft sollte mein Baby gewogen werden?

In den ersten Wochen wird deine Hebamme das Gewicht deines Babys regelmäßig kontrollieren. Auch der Kinderarzt wird bei den regelmäßigen U-Untersuchungen die Entwicklung des Gewichts im Auge behalten. Dabei trägt er die Entwicklung auch in die so genannte Perzentilenkurve ein. Hierbei handelt es sich jedoch rein um eine Statistik und der Arzt achtet eher auf sprunghafte Abweichungen. Sei also nicht besorgt, wenn dein Baby nicht genau dem Durchschnitt entspricht.

Richtig wiegen zu Hause

Wenn dir die Kontrolle durch die Hebamme und den Arzt zu selten erscheint, kannst du das Gewicht deines Babys selbstverständlich auch zu Hause überprüfen. Hierfür eignet sich besonders eine spezielle Babywaage für Säuglinge. Eine handelsübliche Personenwaage ist zu ungenau um dein Baby zu wiegen.

Dein Baby kannst du entweder mit einer Federwaage wiegen oder mit einer Schalenwaage. Die Federwaage kennst du vielleicht bereits von deiner Hebamme, die Schalenwaage vom Arzt.

Wenn du nicht unbedingt eine mobile Waage benötigst, empfehlen wir eine Schalenwaage, da diese genauer ist.

– mami-first.de Redaktion

Wichtig ist, dass dein Baby beim Wiegen ruhig ist, denn zu viele Bewegungen verfälschen das Ergebnis. Daher eignet es sich in den ersten Wochen besonders, dein Baby vor dem Gang zur Waage in den Schlaf zu wiegen oder nach dem Baby Baden im Zuge des Abendrituals.

Entscheidend ist, dass deine Waage eine so genannte Tara- bzw. Tarier-Funktion besitzt. Mit dieser kannst du nachträglich das Gewicht von Decke bzw. Tuch und Kleidung vom Wiegeergebnis abziehen und erzielst so ein genaues Ergebnis.

Viele Waagen bieten auch eine so genannte Hold-Funktion, so kannst du auch ein zappelndes Baby besser wiegen. Die Funktion friert auf Knopfdruck das aktuelle Ergebnis ein, so dass du genau einen stillen Moment abpassen kannst. Im Zweifel wiege mehrfach, um das genaue Gewicht deines Babys zu bestimmen.

Folgen von Über- oder Untergewicht: Wieso ist die Gewichtskontrolle wichtig?

Als Erwachsener denkt man bei einer Gewichtskontrolle eher daran, zu überprüfen, ob man nicht zu schwer ist. Beim Baby ist dies andersherum. Übergewicht kommt bei Säuglingen kaum vor und selbst wenn, kann und muss man nichts dagegen unternehmen – Babyspeck verwächst sich meist im Laufe der Kindheit von alleine.

Gefährlicher ist beim Baby allerdings das Untergewicht. Dies entsteht entweder durch Mangelernährung oder Krankheit und wirkt sich negativ auf die körperliche und geistige Entwicklung deines Babys aus. Sollte man eine Unterernährung feststellen, sollte man sich schnellstmöglich professionelle Hilfe durch einen Kinderarzt oder eine Hebamme holen.

Gewicht bei Babys mit Behinderung

Wenn du ein Baby mit einer Behinderung hast, solltest du gerade am Anfang das Gewicht im Auge behalten. Viele haben Kau- oder Schluckbeschwerden oder entwickeln weniger Appetit.

Um eine Unterernährung vorzubeugen, empfiehlt es sich häufig, den Mahlzeiten etwas Fett hinzuzuzufügen.

– mami-first.de Redaktion

Später kann sich dieser Trend in die andere Richtung entwickeln – wenn Kinder weniger aktiv durch körperliche Einschränkungen sind, neigen sie zu leichtem Übergewicht. Lasse dich in diesem Fall am besten von deinem Arzt beraten.

Wann sollte ich mich an den Kinderarzt wenden?

Insbesondere wenn du dein Baby regelmäßig selbst wiegst, wirst du schnell feststellen, dass Gewichtszunahmen stark variieren können und es auch Tage ohne eine nennenswerte Veränderung auf der Waage gibt.

Im Normalfall ist dies kein Grund zur Beunruhigung, solange dein Kind wie gewohnt trinkt und nicht kraftlos wirkt. Sollte sich der Trend über mehrere Tage bzw. eine Woche hinziehen, kontaktiere am besten deinen Kinderarzt. Dieser wird dich kompetent beraten.

Babybrei einfrieren – Die praktische Schnellanleitung

Wunderbar! – Du hast dich entschieden, den Babybrei selbst zu kochen. Damit wirst du dein Baby frisch und ausgewogen ernähren. Doch jeden Tag mehrmals am Tag eine kleine Menge Brei zuzubereiten kostet Zeit. Daher ist es eine gute Alternative, mehrere Portionen Brei vorzukochen und den Rest einzufrieren. Alles was du dabei beachten musst, haben wir hier für dich zusammengefasst.

Welche Zutaten eignen sich zum Einfrieren, welche nicht

Auch wenn du den Babybrei einfrieren möchtest, sind dir bei den Zutaten kaum Grenzen gesetzt. Fast alle Gemüse- und Obstsorten eignen sich zum Einfrieren. So kannst du dich bei Möhren, Kohlrabi, Pastinake, Apfel, Birne und Co austoben. Verzichten solltest du beim Einfrieren des Babybreis auf rote Beete und Spinat. In beiden ist viel Nitrat enthalten. Dieses kann durch falsche Lagerung oder falsche Erwärmung zum schädlichen Nitrit werden.

Etwas schwieriger ist es mit dem Einfrieren von Kartoffeln – diese verändert beim Auftauen durch die enthaltene Stärke ihre Konsistenz. Hier musst du ausprobieren, ob dein Baby den Brei auch so annimmt. Wenn nicht, kannst du probieren, die Kartoffel nur gröber zu stampfen. Ansonsten kannst du die Kartoffel auch frisch dazugeben.

Kann man Milchbrei einfrieren

Milchbrei bildet eine Ausnahme beim Einfrieren von Babybrei. Hier ist das Risiko zu groß, dass sich in warmer Milch zu viele Keime vermehren. Außerdem ist ein Milchbrei schnell angerührt, so dass du ihn wirklich einfach frisch zubereiten kannst.

Was du beim Babybrei einfrieren beachten solltest

Neben den zu wählenden Zutaten, gibt es noch ein paar Dinge, die du beim Einfrieren von Babybrei beachten solltest.

Dein Baby benötigt nicht an jedem Tag eine Portion Fleisch, daher ist es sinnvoll, Gemüse und Fleisch getrennt voneinander einzufrieren. So bereitest du am besten den Gemüsebrei normal vor und frierst Fleisch in kleinen Portionen extra ein. Hierzu eignen sich besonders Eiswürfelbehälter – zwei Stück entsprechen meist der empfohlenen Fleischmenge von 30g. Das Fleisch kann dann dem Gemüsebrei beim Auftauen einfach hinzugefügt werden.

Auch solltest du bei der Zubereitung auf das Öl verzichten. Dieses wird erst nach dem Auftauen frisch dem Brei hinzugefügt. Solltest du Kräuter und Gewürze in deinem Babybrei verwenden, füge diese auch erst beim Erwärmen hinzu.

Viele machen den Fehler, den Babybrei vor dem Einfrieren bei Zimmertemperatur abkühlen zu lassen. Somit wird aber ein Vitaminverlust und Keimvermehrung riskiert. Lasse den Brei lieber schnell herunterkühlen, zum Beispiel durch ein kaltes Wasserbad.

Bedenke bei der Menge des vorgekochten Breis, dass sich der Geschmack deines Babys verändern kann. Zwar kannst du den Brei über mehrere Monate in der Tiefkühltruhe lagern, jedoch kann es sein, dass dein Baby bis dahin andere Ansprüche an einen Brei stellt (anderer Geschmack oder nicht mehr zu fein püriert). Daher wäge immer ab, zwischen der Zeitersparnis und dem womöglich unnötig vorgekochten Brei. Wir empfehlen, Brei für ca. 1 Monat vorzukochen.

Was du beim Babybrei auftauen beachten solltest

Fakt ist: Der Brei sollte möglichst schonend aufgetaut werden, um möglichst viele Nährstoffe, vor allem Vitamine, im Babybrei zu erhalten.

– mami-first.de Redaktion

Viele Mütter entscheiden sich daher dafür, den Brei am Abend vorher aus dem Gefrierschrank in den Kühlschrank zu stellen. Dies kann im Ausnahmefall, wenn es am nächsten Tag schnell gehen muss, so gemacht werden. Allerdings wird nur im Gefrierschrank das Bakterienwachstum gestoppt. Daher sollst du lieber den gefrorenen Babybrei erwärmen.

Bitte niemals den Brei bei Zimmertemperatur über eine längere Zeit auftauen lassen – auf diesem Wege vermehren sich viele Keime.

– mami-first.de Redaktion

Über die richtige Methode, den Babybrei zu erhitzen, scheiden sich die Geister. Egal für was ihr euch entscheidet: der Nährstoffverlust ist bei allen Varianten ungefähr gleich.

  • In der Mikrowelle: Beim Erhitzen in der Mikrowelle wird der Brei nur ungleichmäßig erhitzt – daher besteht die Gefahr, dass sich dein Baby beim Essen verbrennt. Rühre den Brei also unbedingt gut durch und probiere selbst. Achte auch unbedingt darauf, dass der Babybrei nicht überhitzt, denn sonst verliert er wichtige Nährstoffe und deine ganze Mühe frisch zu kochen war für die Katz.
  • Im Kochtopf: Anstatt der Mikrowelle kannst du natürlich auch den Kochtopf benutzen. Auch hier ist wichtig: Achte auf die Temperatur! Sobald der Brei kocht, gehen wichtige Vitamine verloren. Außerdem entwickelt der Brei Bitterstoffe, sollte er anbrennen – diese schmecken deinem Baby vermutlich nicht gut.
  • Im Wasserbad: Das Wasserbad ist wohl die schonendste Methode, um Babybrei aufzutauen. Hier bleiben die Vitamine und andere Nährstoffe gut erhalten und die Gefahr des Anbrennens besteht auch nicht. Allerdings musst du für diese Methode auch die meiste Zeit mit einberechnen.

Wurde der Brei einmal aufgetaut und erhitzt, sollte er zeitnah verzehrt werden, längstens innerhalb von 24 Stunden. Friere einmal aufgetauten Babybrei auf keinen Fall ein zweites Mal wieder ein!

– mami-first.de Redaktion

Wie lange du Babybrei einfrieren kannst und in welchen Behältern es am besten funktioniert

Ist der Babybrei einmal bei einer Temperatur von -18 Grad Celsius eingefroren, halten sich Fisch und Fleisch ca. 3 Monate im Tiefkühlfach. Gemüse- und Fruchtbreie kannst du sogar bis zu 6 Monaten im Gefrierfach lagern.

Bei der Auswahl des richtigen Behälters zum Einfrieren von Babybrei ist es vor allem wichtig, dass er luftdicht ist. Aus praktischen Gründen eignen sich natürlich Gefäße, die ungefähr einer Breiportion entsprechen. So gibt es bestimmte Becher, wie beispielsweise von Philips Avent, die in ihrer Größe der typischen Breiportion entsprechen.

Für kleinere Portionen kannst du wunderbar Eiswürfelbehälter nutzen – diese am besten zusätzlich in eine Gefriertüte verpacken, damit es nicht zu Gefrierbrand kommt. Wenn du einen Behälter aus Glas wählst, ist es besonders wichtig, dass du diesen niemals bis zum Rand füllst. Der Inhalt dehnt sich beim Gefrieren aus und kann das Glas zum Platzen bringen.

Die 7 wichtigsten Tipps

  • Achte auf die Hygiene beim Kochen.
  • Lasse den Brei schnell und nicht bei Zimmertemperatur abkühlen.
  • Friere Gemüse und Fleisch getrennt ein.
  • Beschrifte deine eingefrorenen Gefäße – nur so behältst du den Überblick über die Haltbarkeit.
  • Taue den Brei zügig, jedoch schonend auf.
  • Füge Öl und Gewürze erst nach dem Auftauen dem Babybrei hinzu.
  • Kinder stört es nicht, wenn der Brei nur zimmerwarm ist – also besser lauwarm als zu heiß gekocht.

Baby richtig baden – ab wann und wie oft?

Das Baby baden – klingt meist wie eine Szene aus einer Werbung. In der Realität ist es oft leider doch etwas stressig. Um die Badezeit für dich und dein Baby so schön wie möglich zu gestalten, haben wir hier einige Tipps für dich. So geht Baden mit Baby stressfrei.

Wann erstes Bad mit deinem Baby genießen?

Direkt nach der Geburt sollte dein Baby nicht gebadet werden. Sobald die Nabelschnur abgefallen ist und der Nabel gut abgeheilt ist, ist dein Baby bereit für sein erstes Bad. Wenn du dir unsicher bist, frag einfach deine Hebamme um Rat. Am besten gewöhnst du dein Baby, indem du es vorher bereits am ganzen Körper mit einem nassen Waschlappen abreibst. Danach könnt ihr euch in das Badevergnügen stürzen.

Wie oft sollte ich mein Baby baden?

Dein Baby wird in den ersten Wochen und Monaten kaum schwitzen und sich auch noch nicht dreckig machen, daher reicht es völlig aus, wenn du dein Baby 1 bis 2 Mal in der Woche badest. Außerdem trocknet zu häufiges Baden die Haut deines Babys aus und zerstört den natürlichen Schutzfilm.

Selbstverständlich kannst du zwischen den Badezeiten dein Baby nach Bedarf mit einem feuchten Waschlappen säubern – ganz wichtig der Intimbereich, aber auch Gesicht und Hände. Wenn dein Baby eine kleine Wasserratte ist oder mit der Zeit zu einer wird, kannst du dein Baby ab dem 1. Lebensjahr auch öfter baden. Aber denke immer daran, dass zu häufiges und vor allem zu langes Baden die Haut deines Babys austrocknet.

Wie lange dauert ein Babybad?

Wie Erwachsenen baden häufig gerne lang und ausgiebig. Deinem Baby genüg zu Anfang ein Bad von 5 – 10 Minuten. Viele wenden danach die Faustregel an „5 Minuten länger pro Lebensmonat“. Egal wie alt dein Baby ist, sollte jedoch immer Schluss mit Baden sein, sobald das Wasser zu kalt wird. Bedenke auch, dass zu langes Baden die Haut deines Kindes unnötig belastet.

Die richtige Vorbereitung für das Bad – die 5 wichtigsten Tipps

1. Zu welcher Tageszeit bade ich mein Baby am besten?

Das Wichtigste beim Baden mit Baby ist Zeit und Ruhe. Stress und Störungen stiftet Unruhe, die sich auf dein Baby überträgt. Dein Baby erlebt gerade eine ungewohnte Situation und benötigt am besten all deine Liebe und Aufmerksamkeit.

Es ist ratsam, zum Baden einen Zeitpunkt auszuwählen, an dem dein Baby noch nicht zu müde und hungrig ist – nur erholt wird sich dein Baby auf eine ungewohnte Situation einstellen. Eltern bevorzugen meist den Abend, weil die Babys nach dem Baden meist sehr müde sind. Aber auch zu allen anderen Uhrzeiten ist das Baden möglich. Da Babys Rituale lieben – bleibe bei der Tageszeit, für die du dich einmal entscheiden hast.

– mami-first.de Redaktion

2. Badewanne oder Babyeimer?

Am besten eignet sich eine Babybadewanne. Diese kannst du häufig direkt mit einem Ständer erwerben, so dass sich die Wanne auf einer angenehmen Höhe befindet. Alternativ könnt ihr diese aber auch auf der Wickelkommode platzieren. Manche empfehlen auch das Bügelbrett, da dieses aber nicht sonderlich stabil ist und für viele Babybadewannen zu schmal ist, raten wir von dieser Nutzung ab.

Gerade wenn dein Baby richtig Spaß am Baden und plantschen hat, empfehlen wir dir, die Babybadewanne einfach in der richtigen Badewanne (oder Dusche) zu platzieren – hier ist es gar nicht schlimm, wenn Wasser aus der Wanne spritzt.

Als Alternative werden auch Baby-Bade-Eimer angeboten. Hier soll sich das Baby gerade durch die Enge geborgen fühlen, weil es dein Baby an den Zustand im Mutterleib erinnern soll. Wenn du dich für diese Variante entscheidest, kaufe bitte einen speziellen Baby-Badeeimer und nutze keinen Haushalteimer. Letztere sind meistens nicht stabil genug.

3. Was brauche ich für das Bad mit Baby?

Am besten badest du dein Baby in einer Babybadewanne oder einem Badeeimer. Hierin kannst du dein Baby am besten halten. Für das Bad selbst benötigst du einen Waschlappen und ein Badethermometer. Letzteres ist sehr wichtig, damit du die richtige Wassertemperatur für dein Baby findest. Dein individuelles Empfinden wird dir hier nicht helfen.

Badezusatz benötigst du am Anfang nicht. In den ersten 6-8 Wochen reicht klares Wasser, höchstens versehen mit ein paar Tropfen Muttermilch. Später kannst du dann sanftes Schaumbad oder Babypflege-Öl zu dem Badewasser hinzufügen. Spielzeug kann dein Baby später noch mehr Freude bereiten und Langeweile beim Baden vorbeugen.

Für nach dem Bad solltest du dir ein Handtuch, gerne vorgewärmt, und eine frische Windel bereitlegen.

– mami-first.de Redaktion

4. Welche Temperatur sollte das Badewasser haben?

Das Badewasser hat am besten ungefähr so viel Grad wie die Körpertemperatur, denn so kann dein Baby weder auskühlen, noch überhitzen. Das bedeutet, dass die Wassertemperatur zwischen 37 und 38 Grad liegen sollte. Badethermometer helfen dir dabei, die richtige Temperatur zu treffen.

Neben dem Wasser solltest du aber auch den Raum, in dem gebadet wird, angemessen temperieren. Also drehe rechtzeitig ein wenig die Heizung auf, so dass es angenehme 24 Grad sind. Vermeide auch Zugluft – das heißt, lasse Fenster und Türen beim Baden geschlossen.

5. Vor dem Baden säubern

Säubere den Windelbereich vor dem Bad. Dies ist durch die richtige Haltung deines Babys in der Wanne eher schwer und geht leichter und schneller auf der Wickelkommode.

Wie halte ich mein Baby beim Baden richtig?

Die richtige Haltung ist beim Baden deines Babys sehr wichtig, denn sie schützt davor, dass der Kopf deines Babys unter Wasser taucht.
Am besten legst du einen Arm unter den Kopf deines Babys und hältst es an der Schulter fest. Die andere Hand hält den Po oder wäscht das Baby sanft mit einem Waschlappen.

Die meisten Babys mögen es am liebsten, wenn – wie beim Erwachsenen auch – zuerst die Füße und Beine das Wasser berühren. Einige Babys sind entspannter, wenn sie sehen, was auf sie zukommt – hier ist die Bauchlage eine mögliche Alternative.

Achte beim Waschen besonders auf die Hautfalten – hier versteckt sich gerne Dreck. Wenn du mit nur einem Waschlappen wäschst, dann wasche den Genitalbereich unbedingt zuletzt.

Das Allerwichtigste: Lasse dein Baby NIEMALS unbeaufsichtigt beim Baden! Babys können sich noch nicht alleine über Wasser halten, also lasse dein Baby beim Baden keine Sekunde alleine – auch nicht, um nur noch schnell ein Handtuch zu holen.

Was macht man nach dem Bad?

Nach dem Bad ist noch einmal Vorsicht geboten. Beim Herausholen kann dein Baby glitschig sein, insbesondere wenn du fettenden Badezusatz verwendest. Also halte dein Baby gut fest. Danach am besten in ein (vorgewärmtes) Kapuzenhandtuch einwickeln und trocken kuscheln oder tupfen – hier ähnlich wie beim Waschen auch besonders auf die Hautfalten achten.

Manche Babys liebes auch, trocken geföhnt zu werden. Danach eine milde Babylotion – oder Öl verwenden und schon habt ihr das perfekte Badeabenteuer gemeistert.

Nicht vergessen – Baden macht hungrig und müde! Danach am besten Stillen, das Fläschchen bereithalten oder bereit das Abendbrot auf dem Tisch stehen haben. Und danach kommt der erholsame Schlaf.

Mein Baby weint beim Baden – was tun?

Dein Baby weint beim Baden und du weist nicht mehr, was du tun sollst. Hier 3 Tipps, wenn dein Baby beim Baden weint:

  1. Aufs Haare waschen verzichten! Babys mögen es meist nicht, wenn ihnen Wasser ins Gesicht läuft.
  2. Steigt zusammen in die Wanne! Viele Babys können sich mit Körperkontakt besser entspannen.
  3. Dann eben nicht! Baden ist bei Babys nicht notwendig. Das Waschen mit einem Waschlappen reicht zunächst völlig aus. Und auch ein Baby, das am Anfang beim Baden schreit, kann sich zu einer richtigen Wasserratte entwickeln.

Fakten-Check

  • Erstes Bad erst nach Abheilung des Nabels
  • 1-2 po Woche für 5-10 Minuten baden reicht völlig
  • Badezusätze sind nicht nötig und in den ersten Wochen nicht zu empfehlen
  • Achte auf die richtige Wassertemperatur
  • Lass dein Baby niemals unbeaufsichtigt beim Baden

Ab wann Babybrei? Tipps und Richtlinien

„Wann ist mein Baby bereit für Brei?“ – einer der wichtigsten Fragen, die sich Eltern meist nach dem 3. Lebensmonat der Kleinen anfangen zu stellen. Das Internet ist voll von verschiedenen Ratschlägen und Meinungen, ab wann Beikost eingeführt werden sollte. Wir stellen dir die wichtigsten Fakten und Tipps zusammen, einschließlich einem detaillierten Beikostplan.

Welche Voraussetzungen sollten bei deinem Baby erfüllt sein, wenn du mit dem Füttern von Babybrei beginnst?

Viele Eltern verunsichert die Frage, wann der richtige Zeitpunkt ist, die Beikost einzuführen. Die einzige, zeitliche Richtlinie ist hier der 5. Monat, denn vorher entwickelt sich der Magen deines Babys noch. Erst danach ist er bereit, feste Nahrung zu verdauen. Der tatsächliche Zeitpunkt hängt jedoch von der individuellen Entwicklung deines Babys ab.

Körperliche Voraussetzungen für die Einführung der Beikost:

  • Dein Baby kann seinen Kopf selbstständig aufrecht halten und mit Unterstützung sitzen.
  • Es kann sich eigenständig Dinge in den Mund stecken
  • Der Zungenstoßreflex deines Babys lässt nach, so dass kleine Mengen nicht direkt wieder mit der Zunge aus dem Mund geschoben werden
  • Dein Baby ist nach der Milch-Mahlzeit noch hungrig und interessiert sich immer mehr für festes Essen.

Neben den körperlichen Voraussetzungen, gibt es aber auch noch ein paar Umgebungsvariablen, die erfüllt sein sollten:

  • Ist dein Baby gesund und entspannt? Wenn dein Kind krank ist oder gerade in einem Entwicklungsschub ist oder einen Zahn bekommt, wird es nicht entspannt sein und weniger Lust auf Experimente haben.
  • Hast du als Elternteil Ruhe und Zeit? Wenn du im Stress bist, wird sich dies auf dein Baby übertragen. Und bei der Beikosteinführung ist viel Geduld gefragt.
  • Bist du bereit zur Beikosteinführung? Zunächst wird diese Frage oft belächelt, ist aber ungemein wichtig. Wenn du die gemeinsame Stillzeit und die damit einhergehende innige Bindung noch sehr gemeinsam mit deinem Kind genießt, solltest du dich nicht gedrängt fühlen, auf Babybrei umzusteigen. Wenn du dich mit der Beikosteinführung unwohl fühlst, wird es dein Kind auch tun. Allerdings solltest du dir auch nicht zu viele Sorgen machen: Insbesondere am Anfang wird dein Kind neben dem Babybrei weiterhin Milch trinken.

Wenn du alle Aspekte und Fragen mit „Ja“ beantworten kannst, steht eurer Brei-Einführung nichts mehr im Wege.

Beikostplan – Wann und wie ersetzt du verschiedene Mahlzeiten durch Brei?

Da sich dein Baby erst einmal an die Konsistenz von Brei gewöhnen muss, versuche nicht direkt eine ganze Milch-Mahlzeit durch Brei zu ersetzen. Besser ist es, ca. 2 Stunden nach der mittäglichen Milchmahlzeit die ersten Fütterungsversuche mit Brei vorzunehmen. Zu diesem Zeitpunkt sollte dein Baby nicht mehr satt sein, aber noch nicht wieder so hungrig, dass es ungeduldig wird.

Klappt es mit dem Essen mit dem Löffel dann gut, kannst du versuchen, eine ganze Mahlzeit durch eine Breimahlzeit zu ersetzen. Gerade am Anfang wird dein Baby aber seinen Hunger noch nicht vollständig durch den Brei stillen können. Also ist es völlig in Ordnung, ihm nach dem Brei noch Milch anzubieten.

Wenn der Mittagsbrei reibungslos angenommen wird (meist nach ca. einem Monat), kannst du als nächstes die Abendmahlzeit durch einen Milch-Getreide-Brei ersetzen. Viele Eltern sehnen diesen Moment herbei, da sie hoffen, durch einen gut gefüllten Babybauch eine ruhige Nacht zu bekommen. Achte unbedingt auf ein babygerechtes Getreide, denn sonst kann dein Baby Bauchschmerzen bekommen – damit ist der nette Nebeneffekt der ruhigen Nacht verspielt.

Einen weiteren Monat später kannst du dann perfekt den nachmittäglichen Snack durch einen leckeren Frucht-Getreide-Brei ersetzen. Dieser liefert deinem Baby eine Extraportion Vitamine. Am Anfang eignen sich besonders milde Obstorten, wie Äpfel, Birnen, Pfirsiche, Nektarinen oder auch Melone. Banane darf es auch gerne sein – bedenke nur, dass zu viel Banane zu Verstopfung führen kann.

Ab ca. 1 Jahr kann dein Kind beim Frühstück mit am Tisch sitzen und sich an ein Brot mit leichtem Aufschnitt heranwagen. Der Schritt zur gemeinsamen Mahlzeit am Tisch ist geschafft.

Allgemein für alle Brei-Mahlzeiten gilt: Variiere nicht zu oft. Am besten solltest du nicht mehr als eine neue Sorte pro Woche einführen. Babys müssen sich an einen neuen Geschmack erst gewöhnen. Außerdem kannst du so direkt reagieren, sollte eine allergische Reaktion auftreten.

Früher war man häufig der Meinung, dass Babys mit erhöhtem Allergierisiko zunächst gewisse Lebensmittel meiden sollten. Dies ist jedoch überholt. Heute geht man sogar davon aus, dass es für dein Baby besser ist, früher mit Allergenen konfrontiert zu werden.

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Hier dein Beikostplan in der Übersicht:

  • Ab dem 5. Monat: Gemüse-Getreide-Brei (mittags)
  • Einen Monat später: Milch-Getreide-Brei (abends)
  • Einen weiteren Monat später: Obst-Getreide-Brei (nachmittags)
  • Ca. ab 1 Jahr: Getreide, z.B. Brot mit Aufstrich und Obst (Frühstück)

Welcher Brei eignet sich am Anfang besonders? (selbstgemacht oder Gläschen?)

Wieviel Brei sollte dein Baby essen?

Zunächst wird dein Baby nur einige Löffel essen. Wenn jedoch eine ganze Milch-Mahlzeit durch Brei ersetzt worden ist, bewegt sich die Menge bei ca. 200 g. Aber dieser Wert weicht individuell sehr stark ab: „gute Esser“ schaffen auch 250 g, andere geben sich auch mit 140 g zufrieden. Also setze dich und dein Baby nicht unter Druck: Dein Kind wird sich so viel holen, wie es benötigt.

Muss dein Baby zusätzlich zum Brei etwas trinken?

Neben dem Brei wird dein Baby weiterhin Milch trinken, also ausreichend mit Flüssigkeit versorgt. Spätestens ab dem dritten Brei pro Tag solltest du darauf achten, dass dein Baby auch zusätzliche Flüssigkeit zu sich nimmt – ca. 100 – 120 ml pro Tag. Dazu eignen sich am besten Wasser oder ungesüßte (!) Tees.

Dein Baby will einfach keinen Brei – hier 5 nützliche Tipps zu Beikost Einführung

Du bist bereit, eine Milchmahlzeit deines Babys durch einen Brei zu ersetzen, doch der/die Kleine macht einfach nicht mit? Hier haben wir 5 nützliche Tipps für dich:

  • Erzwinge nichts! Vielleicht ist dein Baby einfach trotz der passenden Anzeichen einfach noch nicht so weit. Also warte im Zweifel ab, denn mit Druck wirst du bei deinem Baby keinen Erfolg erzielen!
  • (Würge-)-Reflex: Ein Baby hat einen sehr starken Saugreflex und benötigt zum Essen fester Nahrung einen anderen Schluckmechanismus. Durch den sehr stark ausgeprägten Würge-Reflex schützt sich das Kind vor dem Verschlucken und setzt bei fester Nahrung sehr früh ein. Hier hilft nur Üben-Üben-Üben, bis dein Kleines den neuen Ablauf verinnerlicht hat.
  • Schluckreflex: Dieser wird bei Kindern erst ausgelöst, wenn der Brei weit im Mund ist. Also den Löffel nicht zu zaghaft mit einer zu kleinen Menge in den Mund schieben, sondern schön voll, richtig in den Mund.
  • Wähle die richtige Speise! Natürlich besteht der Rat, zunächst mit Möhrenbrei zu füttern und nicht zu oft und schnell die Nahrung zu wechseln. Wenn dein Baby jedoch gerne an einem Brötchen nuckelt, aber bei Brei spuckt, kann es in seltenen Fällen auch am Geschmack liegen. Probiere einfach eine andere Zutat. Alternativ kannst du deinem Kind auch eine sehr weich gekochte Kartoffel anbieten – vielleicht probiert dein Kind lieber Dinge, die es in der Hand halten kann.
  • Es ist nur eine Phase! – Der Lieblingsspruch an Eltern trifft auch hier zu. Bei der Nahrungsumstellung ist Geduld und nochmal Geduld verlangt. Aber versprochen: früher oder später wird dein Baby etwas anderes als Milch zu sich nehmen!

Baby baden im Eimer – Anleitung und Tipps

Sobald der Rest der Nabelschnur abgefallen ist, darf Dein Baby das erste Mal gebadet werden. Viele Mütter schwören hierbei auf einen Badeeimer. Ob sich die Kleinen darin wirklich “wie im Mutterleib” fühlen, können wir natürlich nicht genau wissen – doch bietet der Badeeimer viele Vorteile, welche wir Dir zusammen mit weiteren Tipps direkt vorstellen möchten.

Warum ist ein Badeeimer besser als eine Wanne?

Eine Baby-Wanne (und erst Recht die große Badewanne) setzen voraus, dass das Kind schon im Sitzen baden kann. Ein Neugeborenes kann dies aber noch nicht. Ebenfalls wissen wir, dass Babys viel Nähe brauchen und sich in der Enge beschützt und geborgen fühlen, während sie sich in zu viel Weite verlieren.

Der Badeeimer ist darum ideal für die ersten Monate – so lange bis das Baby alleine sitzen kann. Für die Eltern ist das Bad mit dem Badeeimer leicht zu handhaben. Denn das Baby kann einem nicht einfach durch die Finger “flutschen”. Zudem ist ein Baby Badeeimer nicht teuer und bereits ab 10 Euro erhältlich. Der Wasserverbrauch ist besonders gering: Du benötigst nur 5 Liter für ein Vollbad. Zu den verschiedenen Modellen erzählen wir Dir später mehr.

So wird im Badeeimer gebadet

Gleich vorweg: das erste Babybad ist am besten kurz. Das lustig plantschende Kind mit Schaum auf dem Kopf und einer Quitscheente – das kommt später!
Babys baden am liebsten wach und satt
Babys die gerade hungrig oder müde sind, möchten in diesem Moment (genau) nicht gerne baden! Wähle also einen Moment in dem Dein Baby wach und satt ist – wie schon gesagt: Eine lange Badeprozedur wird es ohnehin nicht werden. Generell wird für die ersten Monate empfohlen, unter 10 Minuten zu baden.
Die richtige Temperatur
Die ideale Umgebungstemperatur ist 22 Grad. Wir schreiben bewusst nicht “Badezimmertemperatur”, denn das Baby kann auch im Wohnzimmer, Kinderzimmer oder jedem beliebigen Ort gebadet werden. Es darf nur keine Zugluft geben und auf dem Teppich kannst Du ein Handtuch unterlegen. Die Wassertemperatur sollte zwischen 35 und 37 betragen. (Es gibt hierfür günstige Bad-Thermometer ab ca. 2,50 Euro.)
Badeeimer ohne Shampoo
Experten wie Kinderärzte, Hautärzte oder auch das Verbrauchermagazin Ökotest betonen immer wieder: Ein Baby benötigt keine Seife, kein Shampoo und keinen Badezusatz. Auch wenn die Industrie dafür natürlich sämtliche Produkte entwickelt hat – einfaches warmes Wasser reicht.

Bei besonders trockener Babyhaut empfiehlt Ökotest etwas Pflanzenöl ins Badewasser zu geben.

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Die Haare können ebenfalls nur mit Wasser gewaschen werden. Erst wenn Dein Baby dichteres Haar bekommt (oder aufgrund seiner Gene schon zur Geburt damit gesegnet wurde) kann man einmal pro Woche einen Klecks Babyshampoo verwenden.

Achtung: Baby-Shampoos die “nicht in den Augen brennen” enthalten oft Sodium Laureth Sulfate. Dies ist eine PEG-basierte Substanz, welche den Augapfel kurzzeitig leicht betäubt und dadurch eine Tränenbildung verhindert. Verbraucherschützer empfehlen dies nicht, da es den natürlichen Reflex des Auges unterbindet, nämlich das Auge auszuspülen.

Tipp: Für die ersten Haarwäschen im Badeeimer ist es am leichtesten, die Haare (bzw. den Kopf) Deines Babys mit einem Schwamm zu waschen. Halte außerdem immer ein weiches Handtuch oder einen trockenen Waschlappen bereit, um Wasser schnell aus den Augen oder dem Gesicht zu trocknen.

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Waschen: weniger ist mehr
Ein Badetag pro Woche ist laut Experten völlig ausreichend für Babys. Wie Du wahrscheinlich selbst schon gemerkt hat, stinkt ein Baby nie (außer es hat die Windel voll). Du musst Dich also nicht stressen, wenn das geplante Bad doch nicht in den Zeitplan passt.

Generell solltest Du selbst positiv und entspannt beim Baby baden sein. Bleibe dicht beim Eimer und halte es vielleicht zum Anfang noch mit Deiner schützenden Hand fest oder halte Deinen Arm einfach ins Wasser. Mami ist da. Nötig ist das Festhalten allerdings im Badeeimer nicht – denn wie schon gesagt, kann Dein Baby hier eigentlich nicht unter Wasser rutschen.

Nach dem Baden: Warm halten und kuscheln

Da Babys ihre Temperatur noch nicht so gut regulieren können, ist es sehr wichtig, dass Du Dein Baby direkt nach dem Bad in ein Handtuch wickelst, abtrocknest und anziehst. Am besten mit Mütze oder Kapuze. Viele Babys mögen dann gerne kuscheln, an die Brust (bzw. Fläschchen) und vielleicht schlafen sie nach der großen Aufregung auch direkt ein.

Diese Unterschiede gibt es bei Badeeimern

Nachdem wir Dir die Vorteile von Badeeimern dargelegt haben, möchten wir Dir noch ein paar Tipps zum Kauf geben.
Tummy Tub und seine Nachmacher
Der bekannteste Badeeimer ist Tummy Tub. Der amerikanische Hersteller machte den Badeeimer populär und verkauft seine Produkte als “das Original”. Es gibt verschiedene Versionen von Tummy Tub Badeeimern, wobei sie alle mehr oder weniger transparent sind. Dies ist sinnvoll, denn so siehst Du von außen, ob Dein Baby vielleicht sein Füßchen verknickt hat. Die Eimer zeichnen sich zudem durch einen breiten, rutschfesten Rand aus, der es einfach für Dich macht, den Eimer zu tragen. Die Badeeimer sind stabil und die Gefahr, dass der Eimer umfällt ist sehr gering. (Trotzdem musst Du natürlich die ganze Zeit während des Bads neben Deinem Baby bleiben und darfst es nicht aus den Augen lassen.)

Die Modelle von Tummy Tub kosten etwa um die 30 Euro.

Im Vergleich zum “Original” kannst Du im Babyfachmarkt oder auf Amazon etliche “Nachahmer” Eimer kaufen. Diese sind bereits ab etwa 10 Euro erhältlich und unserer Meinung nach spricht nichts dagegen, ein günstigeres Modell zu wählen.

Gibt es Labor-Untersuchungen zur Schadstoffbelastung bei Badeeimern?
Eine Frage, die viele Eltern umtreibt, ist die Frage nach einer möglichen Schadstoffbelastung. Leider liegen uns hierzu keine Labor-Untersuchungen vor. Weder Ökotest noch die Stiftung Warentest haben Badeeimer bisher getestet. Generell ist Hartplastik weitaus weniger oft mit schädlichen Weichmachern (PAK) belastet, als Weichplastik. Doch so lange es keine unabhängigen Untersuchungen gibt, bleibt einem nur die Möglichkeit, den Hersteller-Angaben zu vertrauen.

Tummy Tub bewirbt seine Badeeimer auf Amazon mit “schadstofffreiem Kunststoff”.

Der Badeeimer Delta Baby Shantala (ca. 15 Euro) ist aus Polypropylen. Dies ist laut dem Verbraucher-Magazin utopia ein recht umweltfreundlicher Kunststoff, welcher kaum anfällig ist, Schadstoffe zu bilden. Denn es ist ein Plastik OHNE Weichmacher. Dies bestätigt die Verbraucherzentrale. Zudem lässt sich Polypropylen gut recyceln.
Der noch günstigere und ebenfalls sehr beliebte Badeeimer Bieco (ca. 13 Euro) bewirbt sein Produkt als “schadstofffrei und aus Speichel-echter Farbe”.

Badeeimer für über 100 Euro?

Warum 30 Euro für einen Badeeimer bezahlen, wenn man auch 130 Euro bezahlen kann?! Sicherlich wollen alle Eltern für ihr Baby das Beste, doch was ist das Besondere an den teuren Badeeimern? Ein Badeeimer für über 100 Euro (z. B. der SSZZ Umweltschutz Kinder Badeeimer) bietet einige Funktionen, die andere Badeeimer nicht haben. Zum einen ist der Badeeimer isoliert – das Wasser bleibt also länger auf der gleichen Temperatur – zum anderen gibt es einen Sitz und einen Abfluss.
Diese Features sind in der Tat praktisch, doch eine Empfehlung geben wir für diesen Preis nicht. Da Babys Bad ohnehin nur wenige Minuten dauert, ist die Isolier-Funktion übertrieben und bei 5 Litern Wasser benötigt man auch keinen Abfluss. Auch ein Sitz ist für ein Neugeborenes noch viel zu früh. Doch wenn das Baby so alt ist, dass es schon selbständig sitzen kann, kann es auch etwas mehr Platz haben.

Fazit

Badeeimer sind eine tolle und sichere Sache und werden Dir und Deinem Baby sicher viel Freude bereiten und Dein Liebstes gut an das Wasser gewöhnen. Günstige Modelle sind hierbei völlig ausreichend, wobei ein möglichst schadstofffreies Material wie Polypropylen gewählt werden sollte. Wichtig sind eine transparente Farbe, ein guter, rutschfester Greifring und ausreichende Stabilität. Habe das Handtuch schon griffbereit und lasse Dein Baby beim Baden nie allein.

Rückbildungsgymnastik mit oder ohne Baby?

Endlich ist das Baby da! Aber Dein „Babybauch“ hat sich mit der Geburt Deines Kindes leider noch nicht ganz verabschiedet. Im Gegenteil: Du fühlst Dich immer noch fast so, als seiest Du noch „ein bisschen“ schwanger. Das mit der Rückbildung scheint demnach noch nicht wirklich geklappt zu haben. Wir haben jedoch eine gute Nachricht für Dich: Dass Du Dein Bäuchlein noch hast, ist kein Grund zur Sorge. Das ist ganz normal. Gib Dir und Deinem Körper einfach etwas mehr Zeit. Das ist alles. Dein Körper braucht jetzt die Möglichkeit zu regenerieren. Die solltest Du ihm bzw. Dir gönnen. Wenn Du möchtest, dass Dein Bauch schon bald wieder schön flach und fest ist, dann geht es Dir wie fast allen Mamis. Mache Dir bewusst, dass Deine Bauchmuskulatur während der langen Phase der Schwangerschaft sukzessive gedehnt und stark beansprucht wird. Damit sich Deine Muskulatur wieder lockert und das Bindegewebe zumindest weitgehend ihre ursprüngliche Position zurück bekommt, brauchst Du ein wenig Ausdauer und eine auf Deine Bedürfnisse zugeschnittene Rückbildungsgymnastik.

Erst das Becken, dann der Bauch

Bevor Du Deinem Bauch zu viel Aufmerksamkeit widmest, ist es wichtig, dass Du zunächst Deinen Beckenboden stärkst. Denn nur so ist gewährleistet, dass er langfristig seine stützende Funktion wieder in vollem Umfang erfüllen kann. Angenehmer Nebeneffekt dabei ist allerdings, dass im Zuge dessen Dein unterer Bauchbereich sanft gestrafft wird.

Mit ein wenig Beckenbodengymnastik darfst Du durchaus bereits unmittelbar nach der Niederkunft anfangen. Natürlich nur, wenn Deine körperliche Konstitution dies zulässt. Frage daher am besten Deine Hebamme und bitte sie diesbezüglich um ein kurzes Feedback. So bist Du in jedem Fall auf der sicheren Seite.

Strapaziere Dich nicht

Erst wenn Du Deinen Beckenboden etwas gestärkt hast, ist die Rückbildungsgymnastik an der Reihe. Hast Du Dein Baby auf normalem Wege bekommen oder war es eine Kaiserschnitt-Geburt? Auf vaginalem Wege kannst Du mit der Rückbildungsgymnastik im Allgemeinen schon nach etwa fünf bis sechs Wochen beginnen. Hat Dein Baby per Kaiserschnitt das Licht der Welt erblickt, gönne Deinem Körper eine Heil- und Erholungsphase von etwa acht bis 10 Wochen. Egal, ob Du die Rückbildungsgymnastik schon nach sechs oder erst nach etwa 10 Wochen beginnst: Beanspruche Deinen Körper nicht zu viel. Gehe immer sorgsam mit ihm um. Die Rückbildungsgymnastik ist kein „Iron-Woman-Programm“! Trainiere lieber nur etwa 10 bis 15 Minuten mehrmals täglich, als zwei Mal wöchentlich über mehrere Stunden hinweg.

Rückbildungsgymnastik – Zuhause und unter Anleitung trainieren

Kombiniere dabei das Training „in Eigenregie“ zu Hause mit effektiver Rückbildungsgymnastik unter professioneller Anleitung. Deine häuslichen Trainingseinheiten sollten dabei möglichst immer in Anlehnung an das zuvor im Rückbildungskurs Erlernte erfolgen. Das Gute an professioneller Rückbildungsgymnastik ist, dass Du zusammen mit einer erfahrenen Hebamme oder einer Physiotherapeutin eine Reihe gut durchdachter Übungen absolvieren kannst. Währenddessen geht es in erster Linie um die gezielte Straffung Deines Beckenbodens sowie vor allem auch darum, dass Du Bauch, Beine und Po trainierst. Zusätzlich gibt’s im Rahmen der Rückbildungsgymnastik sogar Rücken und Brust stärkende Workouts.

Du und Dein Baby in den besten Händen

Bei der geführten Rückbildungsgymnastik profitierst Du unter anderem davon, dass die Kursleitung genau prüft, ob Du die Übungen korrekt ausübst. Sie gibt Dir wertvolle Tipps und effiziente Hilfestellungen, wobei bei Bedarf auch mögliche falsche Bewegungsabläufe korrigiert werden.

Tipp:
In dem Zusammenhang sind auch Online-Trainings äußerst effizient, weil Du dann jede Sequenz ganz nach Bedarf noch einmal anschauen kannst. Der Lerneffekt steht dabei ebenfalls klar im Fokus.

Die Rückbildungsgymnastik – das solltest Du vorher beachten:

Meist wird vor den einzelnen Trainingseinheiten die Bauchmuskulatur „in Angriff genommen“. So liegt das Hauptaugenmerk diesbezüglich zunächst auf den seitlichen Bereichen. Warum? Hier ein kurzer Blick auf Deine Anatomie: Während bzw. nach der Geburt haben sich Deine Bauchmuskelstränge gedehnt. Je nachdem, wie ausgeprägt Dein Babybauch war, hat sich möglicherweise ein breiter Spalt gebildet. Wir sprechen hier von der Rektusdiastase. Diese muss sich zunächst zurückgebildet haben, bevor das eigentliche Bauchmuskeltraining im Rahmen der Rückbildungsgymnastik beginnen kann. Überlasse es Deinem Gynäkologen oder der Hebamme, zu prüfen, ob und wie weit sich dieser Spalt bereits geschlossen hat.

Jedes Mal, bevor Du mit der Rückbildungsgymnastik startest, sollte Dein Body bereits ein wenig aufgewärmt sein. Um dies zu gewährleisten, kannst Du vor dem Training mit Deinem Baby eine kleine Runde spazieren gehen. Oder marschiere zusammen mit Deiner Kursleiterin – gerne auch mit Deinem Baby auf dem Arm – auf der Stelle. Das bringt den Kreislauf schön in Schwung, und Deine Muskeln auf die richtige Temperatur.

Der Klassiker in der Rückbildungsgymnastik: Sit-ups ohne Baby

Zu den wohl bekanntesten Übungen der Rückbildungsgymnastik gehören Sit-ups. Dafür legst Du Dich auf den Rücken und stellst die Füße fest auf den Boden. Deine Knie sind also angewinkelt, während Deine Hände sich jeweils links und rechts an Deiner Schläfe befinden. Ziehe nun Deinen Oberkörper nach oben und halte Deine Schultern währenddessen schön gerade. Zeige dabei zugleich mit dem linken Ellenbogen zum rechten Knie und mit der rechten Elle zum linken Knie. Dein Beckenbereich muss nun möglichst fest angespannt sein. Atme beim Anspannen bzw. beim Hochkommen aus, und wenn Du den Oberkörper wieder nach hinten sinken lässt, atme ein. Gleichzeitig achte darauf, dass Dein Beckenboden entspannt ist, sobald Du den „Rückweg“ ansetzt.

Wiederhole die Sit-ups – je nach körperlicher Konstitution und individuellem Fitness-Level etwa 3 Mal pro Seite mit je 10 Wiederholungen.

Tipp:
Wenn Du Dein Baby in den Kurs mitgenommen hast, kannst Du es für die Dauer dieser Übung in seine Wippe legen oder in die Hände der Hebamme geben.

FAQ zur Rückbildungsgymnastik mit oder ohne Baby

Wie wichtig ist Rückbildungsgymnastik?
Sie ist elementar mit Blick auf die Stärkung Deines Beckenbodens und zur Vorbeugung einer möglichen Inkontinenz im Alter. Gleichzeitig hilft sie Dir, Deinen Bauch bald wieder schön fest und flach zu bekommen.

Wann solltest Du mit Rückbildungsgymnastik starten?
Beginne etwa sechs Wochen nach der vaginalen Geburt Deines Kindes. Nach einem Kaiserschnitt warte lieber noch etwa vier weitere Wochen, bis Du zur Rückbildungsgymnastik gehst.

Wie hältst Du Dein Baby bei der Ausführung der Übungen am besten?
Bei bestimmten Übungen kannst Du Dein Baby auf dem Arm halten bzw. vor Deinem Bauch. So bist Du mit ihm in direktem Kontakt und kannst „ganz nebenbei“ Deine Arm- und Brustmuskulatur stärken, während Du Deinen Beckenboden trainierst.

Welchen Bereich Deines Körpers musst Du zuerst trainieren?
Zu Beginn solltest Du die untere Beckenbodenmuskulatur trainieren, um so ihre Funktionsfähigkeit und Stabilität langsam zurück zu gewinnen.

Was ist vor dem Training für Dich elementar?
Vergiss nicht, Dich vor dem Trainieren aufzuwärmen.

Wie lange solltest Du trainieren?
Wenn Du zu Hause trainierst und ein Online-Training absolvierst, genügen etwa 10 bis 20 Minuten.

Wie häufig solltest Du Rückbildungsübungen machen?
Zwei bis drei Mal pro Woche reichen aus.

Warum solltest Du auf ärztlichen Rat im Vorfeld nicht verzichten?
Weil es möglich ist, dass sich der Spalt in Deiner Bauchmuskulatur noch nicht gänzlich geschlossen hat. Gehe auf Nummer sicher und lasse diesbezüglich einen kurzen Checkup machen.

Welche Kleidung solltest Du bei der Rückbildungsgymnastik tragen?
Trage am besten gemütliche, leicht wärmende und bequeme Kleidung, in der Du Dich wohl fühlst und in der Du Dich gut bewegen kannst.

Quellen und Links:

1) Selbst im TV steht Rückbildungsgymnastik hoch im Kurs: https://www.rtl.de/cms/rueckbildungsgymnastik-mit-baby-mit-diesen-uebungen-sanft-wieder-in-form-kommen-2131570.html
2) Das renommierte Portal Familie.de gibt wichtige Tipps rund um die Rückbildungsgymnastik mit und ohne Baby: https://www.familie.de/gesundheit/rueckbildungsgymnastik-540621.html
3) Auch die Apotheke hilft Dir weiter, wenn Du mehr Infos zur Rückbildungsgymnastik mit und ohne Baby brauchst: https://www.baby-und-familie.de/Geburt/Rueckbildung-Fit-nach-der-Geburt-106389.html
4) In der bekannten Frauenklinik zu Köln hält man wichtige Tipps für Dich rund um die Rückbildungsgymnastik bereit: https://www.die-frauenklinik.koeln/geburtshilfe/elternschule-veranstaltungen/st-vinzenz-hospital/rueckbildungsgymnastik-fuer-muetter-mit-baby/
5) Der namhafte Windelhersteller kann Dir effizient weiterhelfen, wenn Du Fragen zur Rückbildungsgymnastik mit und ohne Baby hast: https://www.pampers.de/schwangerschaft/gesunde-schwangerschaft/artikel/rueckbildung-und-fitness-mit-baby